16:57:39 03.12.2018

Grünberg gewinnt nach Verlängerung in Bad Homburg

Am Sonntagnachmittag präsentierten sich die Bender Baskets Grünberg in der 2. Damen-Bundesliga (Nord) von ihrer besten Seite in Bad Homburg .
Falcons Bad Homburg - Bender Baskets Grünberg: 64:69 (33:36): Mit einer überzeugenden Mannschaftsleistung haben sich die Bender Baskets Grünbergunter den besten vier Teams manifestiert. Im Topspiel gegen Bad Homburg gewannen die Gallusstädterinnen mit 69:64 nach Verlängerung.
Dass Bad Homburg bislang eigentlich immer in der regulären Spielzeit mindestens 70 Punkte gemacht hat, die Bender Baskets sie aber auch in 45 Minuten bei 64 Zählern halten konnten, war ein Schlüssel zum Erfolg. Zudem klappte das Zusammenspiel, Grünberg markierte elf Assists.
Die Partie begann sehr ausgeglichen, es ging hin und her. Nach zehn Minuten stand es 16:16. Ab der 15. Minute starteten die Gäste einen Lauf mit einem Distanztreffer von Jana Putz, die Gastgeberinnen kamen aber immer wieder ran. Zur Pause stand es 36:33 für die Bender Baskets.
Nach vier weiteren Zählern folgte eine Schwächephase. "Bad Homburg hat uns in der 29. Minute überholt und führte dann mit 47:44. Wir haben in dieser Phase auch nur einen von sechs zugesprochenen Freiwürfen getroffen", kritisierte Trainerin Aleksandra Heuser. In der Folge konnte sich kein Team entscheidend absetzen, mit Ablauf der 40. Minute stand es 60:60. Zur Overtime sagte die Übungsleiterin: "Ein Riesenlob an mein Team." Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand von 62:64 drehten die Mittelhessinnen die Partie.
Was sind die Gründe für den Sieg? Eine wechselnde Verteidigung vor allem zu Beginn hat den Rhythmus der sehr erfahrenen Bad Homburger Mannschaft gestört. Dass Grünbergs Amy Patton nicht ihren besten Tag erwischte, rief die gesamte Mannschaft auf den Plan. Marie Reichert zeigte abermals einen bärenstarken Auftritt, mit fünf Blocks war sie ein wichtiger Teil der Grünberger Defensive. Was Heuser bei einer Niederlage als erstes angeführt hätte? "Wir haben 26 von 44 Freiwürfen getroffen, das war wirklich schwach. Am Ende haben Marie Reichert und Jana Putz aber die Nerven behalten.
Wir hätten das Spiel aber schon eher gewinnen können." Auch die Wurfquote aus Nah- und Mitteldistanz von 43 Prozent spricht nicht unbedingt für die Grünbergerinnen. Dennoch: "Ich hätte im Vorfeld nicht unbedingt mit einem Sieg gerechnet. Meine Mädels hatten die unbedingten Willen, zu gewinnen. Das hat mich echt umgehauen."

Grünberg: Reichert 15, Putz 14/1, Patton 13, Meinhart 9, Davis 8, Phlippi 4, Sola 4, Dapper 1, Reeh 1.

Quelle: Charlotte Gemmeke (Gießener Anzieger)