14:43:35 04.03.2019

Schnelle Hände ziehen ALBA den Zahn

Krofdorf Knights - ALBA Berlin 65:52 (34:22)

Nach kurzem Stotterstart sorgen die Knights mit einem 15:0 Run schon im ersten Spielviertel für die letztendliche Entscheidung.
 

Beindruckend war der Auftritt der ALBA-Damen bereits vor Spielbeginn, denn wer in die Turnhallenstraße zur Eduard-David-Sporthalle einbog, sah zunächst den ALBA Teambus auf dem Parkplatz. Ein Luxusliner in dunkelblau mit übergroßem ALBA-Emblem auf der Seite. Topschick und mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet, die das moderne Transportwesen seinen Gästen zu bieten hat.
Und da das Herrenteam der Albatrosse am gestrigen Sonntag keinen Bedarf hatte, konnten sich die Damen den Luxus gönnen...

Offensichtlich hatten die Knights-Spielerinnen das auch mitbekommen und waren in den ersten Minuten nicht ganz bei der Sache. Die erste Ballaktion ging schief - Fehlpass. Die zweite Ballaktion ging schief, weil die eine nicht wusste und die andere nicht machte... Die Berlinerinnen nahmen die Geschenke an und führten nach 3er von Poros und Freiwürfen von Rouault schnell mit 5:0.
Der erste durchgespielte Angriff bringt Sarah Lückenotte frei zum Wurf und die bedankt sich mit dem 3:5. Susanne Seel nutzt die zweite Wurfgelegenheit, ebenfalls noch in Minute 3 und es steht 6:5 für die Gastgeberinnen. Ein weiterer 3er bringt ALBA wieder in Führung (6:8, 4.), letztmalig in dieser Partie.
?Jetzt kommt die beste Phase der Partie, denn mit aggressivere Defense werden die Berlinerinnen zunehmends unter Druck gesetzt und kommen minutenlang nicht mehr zu geordneten Offensivaktionen. Unter Zeitdruck muss geworfen werden und die Rebounds sind allesamt Beute der Knights. 
Zwischen Minute 4 und 9 laufen die Gastgeberinnen einen Schnellangriff nach dem Anderen und finden in der Transition die richtigen Anspielstationen. Das bringt den Knights 15 Punkte in Folge und beim 21:8 (9.) ist eine erste Vorentscheidung schon gefallen.

ALBA kommt zu Beginn des 2. Spielabschnitts zwar wieder zurück in die Partie aber das ist nur ein kurzes Aufflackern (21:15, 13.). Die Knights haben die Partie fest im Griff, weil Leslie Robinson einfach nicht zu stoppen ist und immer dann punkten kann, wenn ihr Team sie braucht. Trotzdem plätschern die Spielabschnitte 2 und 3 so dahin, ohne große Aufregungen aber auch ohne große Klasse.
Das ändert sich im letzten Spielabschnitt aber wieder, denn die Knights drücken jetzt weiter auf`s Tempo - was sie zwischendurch vernachlässigt haben - und haben jetzt den Widerstand der Berlinerinnen gebrochen. Susi Seel nimmt ihrer Gegenspielerin wiederholt den Ball aus der Hand und bedient ihre Mitspielerinnen, Katharina Quapil und Sarah Deneke gelingen ebenfalls direkte Ballgewinne, die sie in eigene Punkte umwandeln können. Alba gelingen zwischen der 30. und 37. Minute lediglich 2 Dreier nach Einwurf an der Grundlinie aber nichts aus dem Spiel heraus. Die Knights führen nach 17:6 Punkten im letzten Viertel mit 63:42. Auszeit, nochmal neu konzentieren und die letzten 2:45 Minuten souverän runterspielen... Pustekuchen.

Zunächst "verdaddelt" man den eigenen Einwurf, um sich in den folgenden 120 Sekunden mehrfach haarsträubende Fehler zu leisten und so den guten Eindruck aus 37 zuvor gespielten Minuten aus dem Gedächtnis der sich bis dato gut unterhaltend fühlenden Zuschauer zu tilgen. Schade, schade, schade!
 

?Krofdorf Knights: Sarah Lückenotte (12/2), Julia Ishaque, Ellie Shaxon, Sarah Deneke (4), Katha Quapil (4), Chelsea Small (16/9 Rebounds), Susi Seel (8/1), Sunny Gries und Leslie Robinson (21/14 Rebounds).

ALBA Berlin: Lucy Reuss (5/1), Johanna Hirmke (10/1), Victoria Poros (9/2), Alexandra Poros, Meret Kleine-Beek (9/1), Clara Wilke (1), Joyce Brown, Noèmie Rouault (12/1/19 Rebounds), Josephine Abbott (6/2).

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