Angels geben möglichen Auswärtssieg aus der Hand

Hannover TK – XCYDE Angels Nördlingen 67:62  (20:17, 13:18, 19:19, 15:8)

In den letzten beiden Spielminuten schenken die XCYDE Angels ihren Vorsprung und den durchaus möglichen Auswärtssieg beim Tabellenzweiten Hannover her. Beim 67:62 erzielte die Ex-Nördlingerin Tarasava rekordverdächtige 31 Punkte gegen ihre ehemalige Mannschaft.

Das Spitzenspiel des achten Spieltags bestritten die XCYDE Angels bei den Turnschwestern in Hannover, der Tabellenvierte beim Zweiten. Entsprechendes Niveau lieferten auch beide Teams gleich zu Beginn ab. Schneller Ballvortrag, wenig technische Fehler, gute Wurfquoten, ausgeglichener Score. Wieder einmal war es die Nördlinger Ex-Spielerin Tarasava, die den Rieserinnen Ärger bereitete und bereits im ersten Viertel neun Punkte erzielte. Mit zwölf unbeantworteten Punkten starteten die Angels dann ins zweite Viertel und lagen nach dem zweiten erfolgreichen Dreier von Magaly Meynadier ganz plötzlich mit 29:20 in Führung. Doch es gelang nicht, den zwischenzeitlich sogar zweistelligen Vorsprung in voller Höhe in die Halbzeit zu retten. Während sich das Spiel in Korbnähe ganz klar zugunsten der Gäste gestaltete, war Hannover hauptsächlich von außen erfolgreich in persona von Tarasava und Gardner. Der Halbzeitstand von 33:35 sah zwar die Angels knapp in Front, ließ aber auf ein weiterhin ausgeglichenes und knappes Spiel schließen. Coach Imreh beließ seine dominierende Spielerin Luisa Geiselsöder fast das gesamte dritte Viertel auf der Bank um sie davor zu schützen, vorzeitig in Foultrouble zu geraten. Tatsächlich schafften es ihre Kolleginnen auch ohne sie den Zwei-Punkte-Vorsprung bis in den vierten Abschnitt zu tragen. Als die 19-jährige A-Nationalspielerin schließlich wieder ins Geschehen eingriff, war sie  irgendwie nicht mehr so präsent wie in der ersten Halbzeit, wurde aber auch kaum noch gesucht und angespielt. So kam, was kommen musste. Tarasava traf die entscheidenden Würfe, wie eigentlich immmer wenn sie gegen ihr Ex-Team spielt und den Angels entglitt ein Spiel, das sie mit einer konzentrierten Leistung eigentlich hätten gewinnen können, wenn nicht müssen. Eine hervorragend aufgelegte Danielle McCray, die mit 19 Punkten und 8 Rebounds ihre beste Saisonleistung ablieferte, und eine frech aufspielende Co-Kapitänin Magaly Meynadier reichten nicht um den Sieg in der zweiten Halbzeit festzuhalten. US-Star Leslie Vorpahl und die kanadische Nationalspielerin Sami Hill blieben weit unter ihren Möglichkeiten. Vielleicht kommt die Länderspielpause für die XCYDE-Girls jetzt zu einem ganz guten Zeitpunkt um vorhandene Blessuren, zum Beispiel Laura Geiselsöders Rücken, auszuheilen und mental wieder frisch zu werden. In zwei Wochen geht es weiter mit einem weiteren Auswärtsspiel, dann in Heidelberg, eine deutlich kürzere Anreise als nach Hannover.

Gegen Herne spielten: Leslie Vorpahl (3), Danielle McCray (19), Magaly Meynadier (10), Julia Förner (5), Samantha Hill (7), Luisa Geiselsöder (18), Laura Geiselsöder und Heta Äijänen.

Bei Hannover überragten: Tarasava (31), Gardner (16)

 

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